Google - Doch nicht so schlau?

“Diese Website kann ihren Computer beschädigen!”

Diese Meldung habe ich zum ersten Mal bei Google gesehen und ausgerechnet bei http://w3csites.com/

Ich habe vom Sean Ho, dem Gründer der Seite, gemailt, ob er wüsste, dass vor seiner Seite gewarnt würde und wie diese Warnung zustande kam.

Aus der Antwortmail:

First of all I would like to say that W3C Sites is safe to browse.

When I first got notified about the warning, I have followed Google’s instruction to review my website and found that it has been hacked to distributing badware. The badware was removed in just a few hours. Sean Ho in einer Mail

Demnach konnte man sich auf der Seite wirklich was einfangen, aber das Problem ist behoben. Die Warnung machte also durchaus Sinn.

Was mich aber stutzig macht, ist die Tatsache, dass Google auf der einen Seite vor der Seite warnt:

w3c-sites-02-de.png

Aber trotzdem auf der Seite wirbt:

w3c-sites-03.png

Und die Seitensuche weiter mit Google läuft:

w3c-sites-04.png

Da stellt sich doch die Frage, wie das zusammenpasst?

Google warnt vor einer Seite, auf Google selber Service anbietet.
Da gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten:

  • Das Problem war nicht so gravierend. Dann stellt sich die Frage, warum die Warnung.
  • Das Problem war gravierend, aber Werbung bringt Geld, auch auf Seiten, die Badware bzw. Links zu dazu enthalten könnten.
  • Das Problem war gravierend, aber die Datenbanken “Warnung” und und Werbung sind nicht miteinander verknüpft.

Ich tippe mal auf die letzte. Die Abteilung “Werben” weiß nicht, vor welchen Seiten die Abteilung “Warnen” warnt und die Werbung bleibt.

Wenn dass so wäre, dann kann ich ja in aller Ruhe weiter die Google Services nutzen. (Was ich im übrigen auch tue…)
Denn wenn die Datenkrake Google noch nicht mal die eigenen Daten vernetzt bekommt, wie sollen sie es dann mit Millionen Nutzerdaten schaffen.

Kommentare

Jan 19, 11:11 PM
Jeff

You have a good point. However, it is important to remember that the quantity of sites that Google searches requires the use of generalized protection measures based on the simplest of criteria. Judging their service by their own criteria is understandable, but they have set the bar high to protect the user. I am sure that they are working on this dilemma,but the web is still a \"Wild West\" style frontier and protective measures have to run higher than what the general development environment calls for.

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